Ein Burnout oder eine schöne Depression in Sicht?

Welt, die steigenden Burnout-Raten und die wachsende Zahl der in psycho-therapeutischer Behandlung befindlichen Personen sprechen eine deutliche Sprache. Der Club der Verzweifelten erhält massiven Zulauf, da sich zu viele Menschen von ihrem Glück entfernen. Sie hören nicht auf die Zeichen, die ihnen ihr Körper gibt und sie ignorieren ihr Bauchgefühl.

Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales sind die Arbeitunfähigkeitstage wegen psychischer Erkrankungen in den letzten zehn Jahren von 33 Mio. auf über 50 Mio. pro Jahr gestiegen.

 

Die Ruhe zu wahren ist heldenhaft!

Welt, Souveränität kann ich nur ausstrahlen, wenn ich meiner Umgebung signalisiere, dass ich alles unter Kontrolle habe und mit allen Eventualitäten rechne.

Nur sehr, sehr wenige Menschen sind mit dieser Gabe gesegnet und sie repräsentiert wahres Heldentum. Flaniert man entspannt durch die Stadt, findet sich innerhalb kürzester Zeit ein Plätzchen, an dem man voller Freude soziale Kontakte beobachten kann. Diese laufen selten reibungslos ab und somit ergibt sich für Spielraum für ein schönes Hobby:

Es gibt kaum etwas Schöneres, als einen Menschen zu beobachten, der langsam, aber unaufhaltsam die Kontrolle über sich selbst verliert.

Zwang wird unterschätzt!

Welt, ähnlich wie beim Alkohol geht es mir gar nicht darum, die schlechten Seiten zu verharmlosen, sondern auf die Guten hinzuweisen!

So eine gesunde Portion Zwang steckt doch bald in jeder gelungenen Aktion.

Das ganze Geschwätz von der komplett ungezwungenen Entfaltung kann ich wirklich nicht mehr hören. Wenn der finanzielle Zwang nicht mehr dominiert, dann kommt eben sein kleiner Bruder der soziale Zwang um die Ecke.

Am Ende wollen wir uns auch noch verwirklichen, vielleicht Kinder bekommen, die Welt retten oder einfach heldenhaft sein.

Die Winterdepression nähert sich

Welt, wenn die Tage kürzer werden und die Sonnenstrahlen unsere Gemüter nicht mehr erhellen, beginnt die lustige Zeit der Winterdepression.

Natürlich bin ich Dank meiner heldenhaften Natur nicht davon betroffen!
Jaha, ich hupfe weiter frank und frei durch die Welt, sehe meinem schon fast surrealen Aufstieg zu und sonne mich in meinem eigenen Glanz.

Wer braucht da noch gutes Wetter?
Der ganze Rest selbstverständlich, der mit langem Gesicht und in Anbetracht eines mehr oder weniger verkorksten Lebens betrübt in die nasskalte Winterwelt starrt.

Auch Helden brauchen Pausen

“Whenever I start feeling sick I just stop being sick and be awesome instead – true story!”
Barney Stinson

Frei nach diesem Motto lebe natürlich auch ich in den Tag hinein und die Welt meint es meist gut mit mir. Allerdings, wenn mich eine wirklich mächtige Seuche packt, muss auch mein schier unbezwingbares Immunsystem die Segel streichen.

Wahrscheinlich habe ich in einem unaufmerksamen Moment der Verzückung über meine Existenz eine kontaminierte Türklinke angefasst oder in einer Warteschlange zu nah an einem Bazillen-Mutterschiff gestanden.

Nachdem ich also realisiert hatte, dass ich von einem riesigen Egel befallen bin, suchte ich den nächstgelegenen Medizinmann auf und berichtete von meinen drohenden Ableben.